Acht Wochen für den Rest des Lebens – oder:
Wie erinnere ich mich, dass ich mich erinnern soll?

Was ist MBSR? Zunächst einmal ist MBSR eine Abkürzung:

Mindfulness
Based
Stress
Reduction

Dieses Akronym kommt aus dem Englischen und steht – frei übersetzt – für „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“.

MBSR ist ein 8-wöchiges Programm, das 1979 von Dr. Jon Kabat-Zinn an der Universitätsklinik in Worcester, MA, USA entwickelt wurde. Inhalt und Ziel von MBSR ist die Praxis der Achtsamkeit und das Bestreben, diese im Leben der TeilnehmerInnen zu verankern.

MBSR ist eine Möglichkeit, die positiven Effekte von Meditation „modernen“ Menschen zugänglich zu machen. Die TeilnehmerInnen lernen vermehrt im „Hier & Jetzt“ zu leben, wodurch sich neue Perspektiven eröffnen: Angenehme Erfahrungen, die früher eher beiläufig waren, können intensiver erlebt werden; schwierige Erfahrungen, die früher übermäßig belastet haben, können klarer benannt und eingegrenzt werden; eine neue Fähigkeit, sich befreit auf die Geschehnisse von Moment zu Moment zu beziehen, kann sich entwickeln. Wir entdecken – frei nach Alexis Sorbas – inmitten der „totalen Katastrophe des Daseins“ eine stabile Basis, von der aus wir unser Leben führen können.

MBSR kommt als empirisches und säkulares Programm ganz ohne esoterischen Überbau aus. Dessen Begründer, Jon Kabat-Zinn, schuf damit eine Methode, die wissenschaftlich überprüfbare Effekte vorweist und durch das Kultivieren der Fähigkeit zu „beobachten, ohne zu werten“, selbst für ein quasi wissenschaftliches Vorgehen steht. Der Schlüssel zum Erfolg der MBSR-Methode ist die Bereitschaft zur eigenen Übungspraxis. Keinerlei Vorkenntnisse sind erforderlich.